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Endlich besser schlafen


ENDLICH BESSER SCHLAFEN

Feng Shui geht davon aus, dass eine harmonische Raumgestaltung dazu beitragen kann, sich in einem Raum wohler und stimmiger zu fühlen. Nirgends wird das so konkret spürbar wie am Schlafplatz – denn dort verbringen wir einen großen Teil unseres Lebens, meist ohne bewusst wahrzunehmen, wie sehr der Ort selbst mitbestimmt, wie erholsam unser Schlaf ist. Das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder – auch wenn die Anforderungen an den Raum unterschiedlich sind.

Wo Erholung beginnt

Ein geeigneter Schlafbereich

Das beginnt schon bei der Wahl des Zimmers selbst: Nicht jeder Raum in einer Wohnung oder einem Haus eignet sich gleichermaßen zum Schlafen – seine Lage, seine Nachbarschaft zu anderen Räumen und seine Ruhe spielen dabei eine Rolle. So gilt zum Beispiel eine unmittelbare Nähe zu Bad, Küche oder Garage als ungünstig. Auch innerhalb eines Zimmers ist nicht jede Ecke gleich gut geeignet: Das Bett sollte mit dem Kopfteil an einer festen Wand stehen, die Tür im Blick haben, aber nicht direkt davor liegen – und keinesfalls zwischen Tür und Fenster stehen, da dort besonders viel Bewegung durch den Raum zieht. Diese sogenannte Kommandoposition vermittelt Sicherheit und Ruhe.

Gute persönliche Richtungen

Nach Feng Shui hat jeder Mensch, abhängig vom individuellen Geburtsdatum, bestimmte Richtungen, die ihm besonders guttun – ermittelt über die persönliche Kua-Zahl. Richtet man das Bett so aus, dass die Scheitelrichtung, also die Richtung, in die der obere Teil des Kopfes beim Liegen zeigt, eine dieser persönlichen Richtungen aufgreift, unterstützt das die Erholung zusätzlich – ganz individuell, nicht nach Schema.

Ein harmonisches Schlafumfeld

Auch das, was das Bett umgibt, spielt eine Rolle: welche Möbel in der Nähe stehen, welche Formen und Farben den Raum prägen, wie viel Ruhe der unmittelbare Umkreis des Bettes ausstrahlt. Schwere Regale oder Bilder direkt über dem Bett sowie ein überladener, unaufgeräumter Raum können ebenso stören wie Spiegel, die das Bett reflektieren. Ein harmonisches Umfeld unterstützt den Schlaf, ein unruhiges kann ihn stören, selbst wenn man den Grund dafür nicht sofort benennen kann.

Stimmen diese drei Faktoren zusammen, verändert sich oft etwas, das sich zunächst kaum in Worte fassen lässt: Man schläft tiefer, wacht klarer auf, hat spürbar mehr Kraft für den Tag.

ZWISCHEN SCHLAF UND SPIEL

Grundsätzlich gelten im Kinderzimmer dieselben drei Kriterien wie im Schlafzimmer der Erwachsenen. Doch hier kommt eine ganz eigene Herausforderung hinzu: Anders als ein reines Schlafzimmer muss dieser Raum meist mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen. Hier wird geschlafen, aber auch gespielt, getobt, gemalt, gelesen und manchmal auch gelernt. Ruhe und Aktivität liegen oft nur wenige Schritte voneinander entfernt – und genau darin liegt die eigentliche Aufgabe.

Es geht darum, den Raum so zu gliedern, dass beides seinen Platz findet, ohne sich gegenseitig zu stören: einen Schlafbereich, der dieselben Kriterien erfüllt wie im Schlafzimmer der Erwachsenen und dadurch bewusst ruhig und zurückgezogen wirkt – und einen Aktionsbereich, der Bewegung, Kreativität und Spiel zulässt, ohne in die Ruhezone hineinzuwirken. Direkt über dem Bett sollten dabei keine Mobiles, Spielsachen oder Windspiele hängen – was tagsüber dekorativ wirkt, kann auf ein Kind beim Einschlafen unbewusst unruhig wirken. Wie die Trennung von Ruhe- und Aktionsbereich gelingt, hängt vom jeweiligen Zimmer ab: von seiner Größe, seinem Zuschnitt und davon, wie viele Funktionen es tragen muss.

Gelingt diese Balance, entsteht ein Raum, der beides kann: Rückzugsort zum Schlafen und Erholen sein – und gleichzeitig Platz für Entdeckung, Kreativität und Wachstum bieten.

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