Feng Shui heißt wörtlich “Wind und Wasser”. Diese Bezeichnung geht auf einen jahrtausendealten Satz zurück: “Chi wird vom Wind zerstreut und vom Wasser gehalten.” Chi ist die Kraft, die durch jeden Raum fließt und beeinflusst, wie sich Menschen darin fühlen und verhalten.
Das zeigt sich ganz praktisch im Alltag: wie sich ein Wohnzimmer anfühlt, in dem man abends zur Ruhe kommen will, wie leicht einem in einem Arbeitszimmer die Konzentration fällt, oder wie ein Raum wirkt, in dem Gespräche stattfinden.
Wind steht dabei für Bewegung und Antrieb – wie Rückenwind, der trägt, oder Gegenwind, der Energie kostet, etwa durch eine ungünstige Wegeführung, Lärm oder Unordnung.
Wasser steht für das, was diese Energie hält und sammelt, statt sie zu verlieren – ein Raum, der zur Ruhe kommen lässt oder Konzentration ermöglicht, statt sie zu zerstreuen. Und wie beim Wind kommt es auch hier auf das richtige Maß an: Zu viel Durchgangsverkehr wirkt genauso unruhig wie ein Raum, in dem gar nichts in Bewegung kommt.
Feng Shui sucht deshalb für jeden Raum das passende Gleichgewicht zwischen Bewegung und Ruhe, zwischen Offenheit und Rückzug – abgestimmt darauf, was der jeweilige Raum leisten soll: erholen, konzentrieren oder austauschen.

